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Das Projekt Neue Mobilität Berlin zeigt mit 2 CarSharing-Plätzen in der Tauroggener Straße und einer temporären Aktions- und Kommunikationsfläche in der Mindener Straße (bis 30.09.2017) modellhaft, wie das ab September 2017 gültige CarSharing-Gesetz zur Anwendung kommen kann. Dieses ermöglicht den Kommunen die CarSharing-Verfügbarkeit durch die Umwidmung von Parkplätzen in CarSharing-Plätze zu erhöhen.

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will die Anwendung des CarSharing-Gesetzes im Rahmen des Projekts NEUE MOBILITÄT BERLIN auf der Mierendorff-INSEL und im Klausenerplatz-Kiez erproben. Für jedes nachweislich abgeschaffte Auto soll ein Parkplatz für CarSharing, mietbare (e)Lastenfahrräder, FahrradSharing oder Ähnliches zur Verfügung gestellt werden. Die Umnutzung von 1 % der vorhandenen Parkplätze
bringt, gemäß einer Verkehrssimulation der TU Berlin (FG Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik), spürbare Entlastung der Parksituation in beiden Modellkiezen. Studien der Stadtverwaltungen München und Wien belegen, dass ein CarSharing-Fahrzeug bis zu 6 Privat-Pkw ersetzt. Ein wichtiger Hinweis, wie das Flächenproblem in wachsenden Städten und der damit stetig zunehmende Parkdruck reduziert werden kann.

In den Modellgebieten Mierendorff-INSEL und Klausenerplatz-Kiez wurde in der Zeit vom 28.08.-10.09.2016 unterschiedliche Raum- und Mobilitätsangebote bereitgestellt - für mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt. Ermöglicht haben das Autobesitzerinnen und Autobesitzer, die bereit waren, Ihr Auto für die Zeit der Aktionswochen an einem für sie nur mit erhöhtem Aufwand erreichbaren Ort zu parken.

Sie schufen auf diese Weise Platz für die temporäre Umnutzung der Parkflächen, ohne dass Parkplätze wegfielen bzw. zusätzlicher Parkdruck im Kiez entstand. Viel wichtiger noch ließen sie sich darauf ein, für zwei Wochen ihre eigene Mobilität ohne eigenes Auto zu probieren.
Es wurden pro Modellkiez 2 Parkplätze für CarSharing eingerichtet, um die Verfügbarkeit von Automobilität für die Auto-Umparker zu gewährleisten.

Darüber hinaus waren die Aktionswochen in beiden Kiezen von Anwohnerinnen und Anwohnern, Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort in drei öffentlichen Treffen vorbereitet worden. Ideen zur Verbesserung von Mobilität und Leben im urbanen Raum wurden entwickelt und konnten, sofern im Einklang mit den Regeln zur Nutzung des öffentlichen Raums, umgesetzt werden.

Aufgrund der Nachfrage von Anwohnerinnen und Anwohnern fragte Jenny Wieland (BVV-Mitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) am 15.09.2016 in der Bezirksverordnetenversammlung-Charlottenburg: "Kann die "Garten-Lounge" im Mierendorffkiez erhalten bleiben?". Der damt verbundene Antrag wurde in den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen und in dessen Sitzung vom 25.09.2016 sowie im Nachgang von der BVV am 15.12.2016 ohne Änderungen beschlossen.

Nein, diese Sitzecke/Gartenlounge wurde auf den Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner nach mehr Lebensqualität im öffentlichen Straßenraum entwickelt. Dieses Bedürfnis war in 3 öffentlichen Veranstaltungen auf der Mierendorff-INSEL (2016) herausgearbeitet und mit Hilfe der Gartenlounge befriedigt worden. Ein solcher partizipativer Prozess kann an anderer Stelle völlig andere Ergebnisse haben. Wir gehen davon aus, dass jeder Kiez mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert ist und dort auch alternative Ansätze für mehr Mobilität & Miteinander im Quartier zu finden sein werden.